Chur 1989

2. Juli 1989

In der Nacht auf den 2. Juli 1989 brannte eine Liegenschaft an der Alexanderstrasse 38 in Chur, in der Menschen aus Sri Lanka untergebracht waren. Vier Menschen starben, darunter zwei Kinder; weitere Personen wurden verletzt.

Hinweise auf Brandstiftung

Bereits damals bestanden Hinweise auf Brandstiftung. Drei Wochen vor dem Brand waren in Chur Flugblätter einer «Anti Tamilen Organisation» aufgetaucht. Nach dem Brand ging bei der Bündner Regierung ein rassistisches Bekennerschreiben ein.

Weitere Brände in Unterkünften für Geflüchtete in Graubünden und spätere forensische Erkenntnisse warfen zusätzliche Fragen auf. Eine Täterschaft wurde nie ermittelt.

Die Aufarbeitung

Jahrzehnte später rückten journalistische Recherchen und politische Vorstösse den Fall wieder ins öffentliche Bewusstsein und stellten auch Fragen zur damaligen Untersuchung.

2026 erhielt die Erinnerung in Chur einen sichtbaren Ort: In der Nähe des damaligen Brandorts wurden eine Gedenktafel errichtet und ein Weg als «Naanku Vilakkukal Viethi – Vier-Lichter-Weg» benannt.

Geschichte und Film

KHUR 1989 nimmt diesen historischen Kontext als Ausgangspunkt, beansprucht aber nicht, die ungeklärte Tat zu erklären. Die Figuren und die konkrete Handlung des Films sind fiktional. Die realen Opfer werden nicht zu Filmfiguren gemacht.